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May

Wenn es bei Firmen mal wieder einen riesigen Jobabbau gibt (T-Systems 4000, Schaeffler 4500 usw.), wird dann nur überflüssiges Personal abgebaut?
Gibt es wirklich Firmen in denen zig Tausend Leute rumsitzen und Däumchen drehen oder überflüssige Arbeit machen?


Answer:
Stellenabbau ist natürlich ein heikles Thema.
Nicht immer ist das ein probates Mittel, um langfristig Kosten zu sparen und häufig wäre der Abbau wohl auch mit entsprechend gutem Management vermeidbar gewesen.

Das ist jedoch nicht immer der Fall und es wäre schade, wenn alle Unternehmen in einen Topf geworfen werden. Viele Unternehmen, die Leute entlassen tun dies aus schwerem Herzen und ohne Schuld.

Gerade bei Dienstleistern (T-System ist beispielsweise ein Dienstleister) können Aufträge sehr schnell zurück gehen.
Wenn ein Unternehmen bisher z.B. im Jahr 300 Projekte abgewickelt hat, dann ist der Personalstand natürlich auch auf diese Menge abgestimmt.
Wenn dann plötzlich viele Projekte ausbleiben und nur noch 150 beauftragt werden, dann sitzen auf einmal natürlich einige Leute ohne Arbeit da. Die Gehälter müssen verständlicherweise trotzdem bezahlt werden.
Eine Weile kann man natürlich Mitarbeiter trotzdem sinnvoll beschäftigen, Kurzarbeit einführen, Urlaub abbauen, etc. aber irgendwann ist es eben nicht mehr leistbar.
Und ab diesem Zeitpunkt ist es besser, einige Mitarbeiter verlassen das Unternehmen als die Firma geht bankrott und die anderen Mitarbeiter verlieren auch den Job.
Nicht nett, nicht gut - manchmal trotzdem nötig.

Kurz gesagt: Einige Unternehmen sind selbst schuld - andere nicht. Ich weiss nicht, welches Unternehmen in welche Kategorie gehört. Und ich vermute, es weiss auch sonst keiner hier. Wie auch?


Answer:
Das wohl eher nicht.
Aber um die Regierung unter Druck zu setzen, um sich auf diese Weise doch noch vom reich gedeckten Subventionstisch bedienen zu können, ist wohl jedes Mittel recht.

Bezeichnenderweise bemühen sich Unternehmen anscheinend gar nicht ernsthaft, wirklich vermeidbare Kosten (Managerboni, "Dienst"-Reisen, "Arbeits"-Essen, u.ä.) aufzuspüren und abzustellen.
Immer wird in solchen Fällen der grobe Dampfhammer hervorgeholt und Arbeitsplätze in Frage gestellt oder vernichtet.

Mit kommt die Galle hoch, wenn eine klunkerbehängte, "Familienunternehmerin" im Pelzmantel aus einer Luxuskarosse steigt, ihre fingerdick gespachtelte Visage in die Kamera hält und von Solidarität faselt, während sie mit der Geschäftsführung bereits Massenentlassungen vorbereitet, um die Regierung zu Subventionszahlungen oder -darlehen zu erpressen, obwohl sie ihr Unternehmen selbst in diese prekäre Lage manövriert hatte (Liquiditätsprobleme nach Conti-Übernahme).


Answer:
Ja,aber leider schaffen die es immer ueber alle Entlassungswellen hinaus,weil sie den ganzen Tag nur damit beschaeftigt sind an den Stuehlen anderer zu saegen…

This entry was posted on Sunday, May 24th, 2009 at 9:23 am and is filed under Firmen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

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