Jul
z.b. ein artikel kostet 199 euro inkl. mwst, ohne mwst 167,23 in deutschland.
und in einem eu land mit UST Nummer würde der Kunde 167,23 Euro bezahlen, da keine MwSt anfällt. Kann man da dem Kunden den Artikel für 199 Euro ohne Mwst verkaufen?
Answer:
Lieber Michael Z. Deine Frage ist nicht konkret genug um hier eine verlässliche Auskunft zu erhalten. Bist Du der Unternehmer, der Verkäufer? Hast Du ein Gewerbe in Deutschland oder in einem entsprechend anderem Land.
Preise kannst Du gestalten, ob man Dir dann was abkauft steht auf einem anderen Blatt. Aber die Steuerpflicht, die diktiert Dein Land, Dein Sitz des Unternehmens.
Answer:
Ja - das machen auch Automobilfirmen - wegen der unterschiedlichen Mehrwertsteuer.
Answer:
Na, also Antwort 1 ist wohl nur teilweise richtig: Die Automobilhersteller senken nämlich teils die Nettopreise, um den brutto Preis nicht zu hoch werden zu lassen.
Und dann noch eins: Ich empfehle ein Wort mit Steuerberater oder Finanzamt (die haben ja schliesslich auch eine Beratungspflicht - ind sind meist wirklich hilfsbereit) zur Klärung der U/mssatzsteuerlichen Behandlung bei gewerblichem Versandgeschäften über Grenzen, auch in der EU / Efta (Schweiz)… Mir scheint nämlich, dass Sie hier einem gefährlichen (und strafbaren) Irrtum aufsitzen: Die Lieferung ist ja wohl im Bestimmungsland U.St.Pflichtig. Die Frage ist nur, wer diese Pflicht erfüllen muss. Das würde ich mir durch eine Rechtsauskuft schwarz auf weiss geben lassen.
Noch ein Alternativtip: Um alles wirklich richtig zu machen, sich für die Auslieferung in anderen Ländern Agenten bedienen, die man en block beliefert, oder eine eigene Distributionsbasis aufbauen. zB in der Schweiz, dort gibt es Orte, wo das mit Zollfreilager abgewickelt werden kann. Und dann direkt über die Grenze ausgeliefert resp zur Post gebracht wird. Incl korrekter Steuerabwicklung.
Und für die CH-Basis gibts fort Förderung und Steuerfreiheit
Da sind sie Schweizer weniger habgierig, und klüger:
Wenn sie neuen Firmen Steuerfreiheit gewähren, bis diese genug Substanz angesetzt haben und gesund und stark sind,
erhalten sie ja über die so geschaffenen Arbeitsplätze eh sofort schon etwas mehr Steuern. Die Gemeinschaft profitiert also von Anfang an, nur nicht gleich so stark ….
DAS ist Nachhaltigkeit in der Wirtschaftsförderung!
Aber zurück zur Preisfrage:
Grundsätzlich kann man jedes einzelne Geschäft einzeln verhandeln und daher auch zu verschiedenen Preisen mit verschiedenen Kunden kommen. Das ergibt sich, im weitesten Sinne, auch aus der Vertragsfreiheit als "Grundrecht". Die meisten Autokäufer in Deutschland handeln ja auch nicht, bis sie schliesslich mindestens 16% erzielt haben.
Aber vielleicht doch noch etwas grundsätzlicher:
Solange Angebote vergleichbar sind (und nur dann), stehen sie unter einem Preiswettbewerb. Sonst nicht.
Bei einzigartigen Angeboten ergibt sich derPreis hingegen aus dem WERT im Auge des Kunden (der Zielgruppe) - und, in kleinerem Masse (ggf. zugunsten grösseren Umsatzes) auch aus der Kaufkraft der Zielgruppe.
Wer etwas wirklich einmalig die eigenen Wünsche erfüllen sieht, wird lievber auf anderes verzichten, es zurückstellen, aber wenig über den Preis maulen. Der wird dann eher schon als Bestätigung der Richtigkeit der eigenen Wertschätzung wirken. Ist etwas zu schön, um soooo billig zu sein, erweckt es Zweifel.
Mir scheint also hier, wie überhaupt, der Preis erst eine sekundäre Rolle zu spielen. Erst mal geht es darum, die Zielgruppe, ihren Lebensstil und GEschmack und die speziellen Erwartungen genau zu erkennen und zu verstejhen, dann den Kanal, die Form der Ansprache, um das möglichst genau passende Angebot zu ihr zu bringen.
Und erst dann kann uns interessieren, wie diese Zielgruppe in verschiedenen Ländern aufgestellt ist, etc.
Ganz zum Schluss lommt dann die Preisfrage, die ich immer raten würde, netto für alle gleich zu machen.
Und wenn man dann bei Lieferung in weniger kaufkräftige, und zudem durch noch höhere U.St. gebeutelte Länder einen Sonderrabatt gewährt (ggf. in der Webseitenversion in der Landessprache kenntlich gemacht), dann mag das helfen. Aber genau im Gegensatz zu dem Denkansatz der Frage: Rabatt, nicht Preiserhöhung! Für Unterstützung: Siehe www.silvaplan.com - spez: Ausweitung der Marktreichweiten
über Sprach- und sonstige Grenzen…
Den Preis darf man lieber im Inland erhöhen, wenn die eigene Geldgeilheit denn unbedingt die eigenen unternehmerischen Potentiale durch Begrenzung des Absatzes begrenzen soll.
Ich würde da erst auf andere Aspekte gucken. Schliesslich heisst Unternehmer-Sein Potentiale erkennen - und diese nachhaltig in Realität zu verwandeln. Durch Dienst am Kunden, nicht durch melken.
Alles klar? Ciao