26
May

Das ist der Wahnsinn, heutzutage ist Butter billiger als vor 20 Jahren.
Und die Zinsen für Bausparkredit, billig wie noch nie.
Ein Riesenauto wie der Logan, mit Abwrackprämie, billiger als früher ein Käfer, wo soll das enden?


Answer:
Deine Frage enthält gleich mehrere Antworten, die möglicherweise gar nichts miteinander zu tun haben.

Beginnen wir bei der Butter und der Milch. In der Tat sind die Milchprodukte günstig wie nie. Das liegt aber daran, dass das derzeitige Angebot deutlich über der Nachfrage liegt. Hier sieht man möglicherweise die Folgen, der Preispolitik der Bauern. Nach den geforderten 40 ct. pro liter Milch (die auch kurzzeitig bezahlt wurden) haben viele Bauern mehr Milch produziert um den Gewinn zu maximieren. Gleichzeitig sank die Nachfrage, weil vielen Butter zu teuer wurde und auf Margaine umgestiegen sind. (nur ein Beispiel)
Daraufhin mussten die Preise für Milchprodukte wieder sinken. Das gute an der Marktwirtschaft ist, dass es keine langfristig keine Überproduktion gibt. Im Falle der Landwirte werden viele die Milchproduktion beenden und der Preis sich automatisch wieder stabilisieren.
Theoretisch könnte der gleiche Effekt erneut auftreten. Dieses Muster nennt man auch den Schweinezyklus, da man dieses Phänomen der ständigen Preisturbulenzen sehr häufig beobachtet.((Schweinezyklus einfach mal googlen oder bei Wikipedia nachschlagen))

Nun zu den Autos. Hier profitieren die Deutschen durch den Import der Billigwagen. Die Löhne in Rumänien sind sehr niedrig, liegen Teilweise unter 3 € . Zudem nutzt Dacia alle Bauteile von ehemaligen Renault-Autos. Es fallen also kaum Forschungs- und Entwicklungskosten an.
Dies macht die Autos sehr günstig. Was uns Hochlohnländern zu gute kommt. Die Abwrackprämie ist einfach nur eine Subvention der Autoindustrie, wird es aber nicht dauerhaft geben.

Bausparkredite und Kredite allgemein sind deshalb so günstig, weil man in der Finanz- und jetzt Wirtschaftskrise die Wirtschaft mit billigem Geld stützen will.
Solche Kredite orientieren sich an dem Leitzins der zentralbanken, bei uns der EZB.

Alle Kuriositäten werden sich wieder normalisieren, wenn man dem Markt vertraut.
(mit Ausnahme des Geldmarktes, hier muss man in der Tat intervenieren, d.h, eingreifen)
Bemerkung zu Bharat.

Der Butterpreis lag 1970 bei 6,48 DM pro Kilo, das waren 1,62 pro Packet.
Wenn man die Wertsteigerung der Volkswirtschaft betrachtet, müsste das Packet Butter heute3,44 DM oder 1,72€ kosten. Nun die Frage an dich, wieviel kostet ein Packet Butter heute?- weniger als die Hälfte!!!


Answer:
Es wird eben nicht alles billiger.
Die Zinsen sind wegen der Wirtschaftskrise so niedrig - Die EZB hat unlängst den Leitzins auf 1% gesenkt.
Aber was nützt es dann, wenn Butter und Autos preiswerter werden und gleichzeitig das untere Drittel der Gesellschaft sich mit ständig steigenden Kosten für Energieversorgung (ist ja fast schon eine zweite Miete) herumplagen muss.
Da bleibt nicht mehr viel für Konsumgüter übrig - schlecht für die Binnenachfrage. Der ruinöse Wettbewerb (Dumpingpreise, Dumpinglöhne) im Einzelhandel hat schon erste Opfer gefordert - zu nennen wären Hertie, Karstadt und Woolworth. Den demnächst arbeitslosen Beschäftigten dieser Firmen ist die Abwrackprämie egal.

Answer:
Ich hab letzte Woche glaub ich einen Artikel im Spiegel gelesen, der sich mit eben diesem Problem - ja das ist ein Problem^^ - beschäftigt hat. Das liegt an der Deflation, also an der Aufwertung des Geldes. Diese wirkt allerdings eher kurzfristig, zumindest im Moment. Ausgelöstwird sie durch sinkende Rohstofpreise und gleichzeitig auch gekürzte Löhne. Das Probleme was du beschreibst kann aber auch an den gesunkenen Produktionskosten (Auto) oder an Subventionen (Butter) liegen.Ganz sicher bin ich mir net :)

Hoffe ich konnte helfen


Answer:
Es ist Frühling! Da kann ein Discounter gut Werbung machen mit Gemüse, das jetzt 20% billiger ist (als noch im Winter). Es wird aber wirklich "billiger", weil endlich bei manchen Sachen der Warenwert im Vordergrund steht.
Das Verbrauchergedächtnis ist kurz. Ich kann mich noch an die Milchpreise vom letzten Jahr erinnern. Da stöhnten alle, es sei zu teuer und die Bauern konnten nicht genügend produzieren, um den Weltmarkt zu sättigen.

Answer:
Bei den einen Sachen kann ich mir es nicht genau erklären.
Aber bei der Butter kann ich mir vorstellen, das es so viel gibt, weil es
auch so viele Kühe gibt die Milch produzieren kann und so gibt es viel Butter und dann kann man den Preis ja ruhig etwas sinken, weniger Preis, mehr Anfrage.

Answer:
FRÜHER hat ein kg brot so viel gekostet wie ein einfamilienhaus. ja, das hatten die leute damals hitler zu verdanken. nach dem krieg war alles teuer, da gab es ja auch nichts, oder zumindest nicht viel. und das was da war, wurde eben teuer verkauft…

Answer:
Butter hat früher um die 70Pfennig pro Pfund gekostet, das sind 35Cent. Sag´mir wo es Butter für zwei Cent gibt! Genau! Nicht mal bei Aldi!

Bharat


Answer:
angebot und nachfrage, bei den lebensmitteln drücken die discounter die preise macht bauer a es nicht für 20cent dann geht man eben zu bauer d der macht es für 20cent dem wird dann ne hohe abnahme versrochen und schon hat sich.

Answer:
Erst wird es immer teurer um dann Preisnachlässe geben zu können. quasi wie bei der Sprinprozzession- 2 Schritte vor- 1 Schritt zurück. Unterm Strich wird es immer teurer.

Answer:
In einem Billigland:-).

Answer:
Und die Arbeitskraft ist erst einmal billig, bald so billig wie in Asien.

Answer:
Woooooo????

Answer:
Von billiger hab ich bislang noch nichts bemerkt, möglicher Weise für die die das große Geld in Händen halten.

Answer:
Wann hast du letztesmal getankt ?

Answer:
in welchen land lebst du?

This entry was posted on Tuesday, May 26th, 2009 at 2:34 am and is filed under Persönliche Finanzen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

Leave a reply

Name (*)
Mail (*)
URI
Comment