Jun
Soweit ich es richtig verstanden habe, wird eine eigene Zweckgesellschaft gegründet. An diese werden die Kredite verkauft, diese wiederum verkaufen sie an Investoren.
Nun, aber warum wird extra eine Zweckgesellschaft gegründet? welche Vorteile hat es? Bitte in eigenen wörter erklären und keine kopien aus welche Lexikas, das versteht keiner! (=
Answer:
Vorteil? Wie bei jeder Zweckgesellschaft.
Bei den Zweckgesellschaften haben ja, anders als bei „normalen“ Unternehmen, Gläubiger keinen Zugriff auf die Vermögenswerte. Unternehmen und Kreditgeber gehen demnach ein geringeres Risiko ein.
Das wiederum ermöglicht den Unternehmen, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten auf eine Gesellschaft oder ein Konstrukt auszugliedern, um diese nicht in den Konzernabschluss einbeziehen zu müssen. Infolgedessen wurden die übertragenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten nicht im Konzernabschluss ausgewiesen.
Mit Verbriefungen wurden ja Kreditrisiken übertragen. Durch die Kreditverbriefung sollte die Kreditversorgung der Mittelständler verbessert werden. Um diese Riskiken verdecken zu können, wurden Zweckgesellschaften gegründet (siehe oben).
Aber: bald ist Schluß mit lustig. Denn die Zweckgesellschaften werden im Zuge des BilMoG transparenter. Das heißt, die Unternehmen müssen dann auch über finanzielle Auswirkungen berichten und Eventualverbindlichkeiten aufführen.
So, das war jetzt mit eigenen Worten. Frage, wenn du noch Fragen hast :-))
Answer:
Es gibt gute Kredite, die zu den jeweiligen fälligen Zinsterminen
von den Kreditnehmern vertragsgemäß bedient werden,
und es gibt schlechte Kredite, die zu den jeweiligen fälligen Zinsterminen vertragsgemäß nicht mehr pünktlich und korekt
bedient werden.
Z.B. eine Bank will sich von den schlechten oder faulen Krediten trennen,
dann gründet sie dazu eine Zweckgesellschaft.
Jetzt beginnt das Unglück.
Beispiel: Hypothekenkredite.
Die Bank nimmt 60 oder 70 % ihrer faulen Kredite
mixt diese mit 40 oder 30 % ihrer guten Kredite
und nennt das geschnürte Paket Kreditverbriefung.
Diese Zweckgesellschaft wird widerum in Renditefonds
eingebracht und an andere Banken im In- und Ausland
verkauft oder an Anteilszeichner weiter gegeben.
Bis die dann letztendlich merken, was sie sich für faule Eier
eingehandelt haben, ist es dann wohl schon zu spät.